Joyn – der Nachfolger der SMS

Dienstag, 31. Juli 2012

Seit es What‘s App und vergleichbare Dienste gibt, werden SMS kaum noch genutzt – höchstens an die Freunde werden sie versandt, die kein Smartphone besitzen oder keinen derartigen Nachrichtendienst nutzen. Für die Mobilfunkanbieter bedeutet das Umsatzeinbußen. Die Rechnungen der Nutzer hingegen werden schon durch wenige SMS in die Höhe getrieben. Eine bessere Lösung für beide Seiten soll deshalb nun demnächst mit Joyn an den Start gehen.

Der Nachrichtendienst Joyn wird der Nachfolger der SMS werden. Bildquelle: Paul-Georg Meister  / pixelio.de

Was ist Joyn?

Joyn ist ein Nachrichtendienst, der mit Programmen wie What‘s App vergleichbar ist und sich speziell an Smartphones orientiert. Mit Joyn können also nicht nur Texte versandt werden, sondern auch beispielsweise Fotos. Und wie funktioniert Joyn/wie werden die Nachrichten berechnet? Hier hat sich die Mobilfunkindustrie ihre ganz eigene Lösung einfallen lassen: Joyn wird ähnlich wie eine App als Programm heruntergeladen und installiert. Im Folgenden werden alle ausgehenden Nachrichten und Fotos über eine bestehende Internet-Flatrate abgerechnet, statt einzeln auf der Rechnung aufzutauchen. Ihren Umsatz könnten die Anbieter somit etwa ankurbeln, wenn all diejenigen, die bislang weder Smartphone noch Internet-Flat nutzten, entsprechende Verträge abschließen.

Ab wann wird Joyn verfügbar sein?

Die unterschiedlichen Anbieter werden Joyn nacheinander in ihre Dienstleistungen aufnehmen. Den Anfang wird dabei ab voraussichtlich Mitte/Ende August Vodafone machen. Für alle Kunden des Mobilfunkanbieters, die Android-Geräte nutzen, wird die Joyn-App dann im Appstore bereitstehen. Die Deutsche Telekom möchte dann ab Oktober nachziehen und Joyn nicht nur für Android, sondern auch für iOS und Windows Phone anbieten. Base hat sich dazu entschlossen, erst einmal die Entwicklung von Joyn bei der Konkurrenz zu beobachten und gegebenenfalls nachzuziehen, von O2 sind hingegen keine Pläne bekannt.

Text zur Verfügung gestellt von: http://www.technikratgeber.net/