Verbreitete Krankheit: Wann die Nutzung des Smartphones zur Sucht wird

Donnerstag, 23. Januar 2014

Jedem ist in der heutigen Zeit das Bild bekannt, Jugendliche und auch junge Erwachsene, ja teilweise auch schon gestandene Männer und Frauen gehen keinen Schritt mehr ohne ihr Smartphone. Hier wird getwittert, geposted, telefoniert, Nachrichten versandt oder E-Mails abgerufen. Smartphones begleiten den Menschen heute auf Schritt und Tritt und dabei stellt sich sicher so mancher die Frage, was wir nur früher ohne diese kleinen, technischen Helfer gemacht hätten. Aber wann wird die Nutzung des Smartphones zur Sucht, ab wann ist der Griff zum Smartphone nicht mehr normal?

Die Handysucht ist keine anerkannte Krankheit

Mittels einer speziell durch Forscher der Universität Bonn entwickelten App ist es nun möglich herauszufinden, wie oft und wie lange am Tag oder über einen bestimmten Zeitraum, das Handy bzw. Smartphone genutzt wird. Denn vielen Nutzern ist überhaupt nicht bewusst, wie oft sie zum Smartphone greifen und sich von dem vermeintlich nützlichen Spielgefährten den Tag diktieren lassen. Können E-Mails nicht auch am Computer abgerufen oder Verabredungen einfach wie früher in einem persönlichen Gespräch getroffen werden? Heute sind es Whats App oder Twitter, Facebook oder der E-Mail-Account, die den Tagesablauf immer wieder durch Pop-Up-Nachrichten und Push-Mitteilungen unterbrechen. Hinzu kommen noch kleine abwechslungsreiche Spiele, die es ebenfalls nicht zulassen, das Handy auch nur für kurze Zeit aus der Hand zu geben oder zu vergessen.

Die Suchtgefahr ist definitiv gegeben

Ebenso wie bei der Spielsucht, zieht uns auch das Smartphone in seinen Bann. Wer ständig auf neue Mitteilungen wartet, verpasst das wahre Leben. Unterhaltungen finden nicht mehr persönlich, sondern nur noch virtuell statt und die sozialen Kontakte gehen verloren, obwohl man vielleicht sehr viele virtuelle Freunde hat. Im Schnitt befassen sich die Nutzer alle 12 Minuten mit Ihrem Handy, doch wenn es nicht mehr ohne geht, auch nicht ein paar Stunden, dann sollte man hellhörig werden und Gegenmaßnahmen einleiten.