Mobilfunknetzbetreiber rüsten auf

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Im Mai 2010 wurden Mobilfunkfrequenzen an die deutschen Netzbetreiber versteigert und das brachte dem deutschen Staat fast viereinhalb Milliarden Euro ein. Dabei wurden verschiedene Frequenzen von 800 MHz über 1,8 GHz, 2 GHz bis zu 2,6 GHz von den einzelnen Betreibern erworben. Diese werden unter anderem für drahtlose Netzzugänge verwendet, besonders auch für LTE (long term evolution) Verbindungen, die eine Weiterentwicklung des damaligen Mobilfunkstandards bedeuteten.

Flächendeckende Verbreitung der Breitbandanbieter

Ziel der Regierung war es, auch die bis dahin schlecht versorgten Gebiete in Deutschland mit Breitbandverbindungen zu versorgen und so die Erreichbarkeit in allen Regionen Deutschlands zu verbessern. Die Breitbandanbieter, welche die 800 MHz Frequenzen erworben haben, wurden gleichzeitig verpflichtet, in den unterversorgten Gebieten das Netz auszubauen. Diese unterversorgten Gebiete wurden genau definiert und in vier Kategorien unterteilt. Zunächst waren die Breitbandanbieter angehalten, die Gebiete mit der Prioritätsstufe 1 auszubauen, dies waren Gebiete, in denen weniger als 5000 Einwohner pro Quadratkilometer wohnen und die folglich für die Anbieter nicht die attraktivsten Gebiete sind. Erst wenn diese Auflagen erfüllt sind, dürfen die jeweiligen Anbieter ihre ersteigerten Rechte voll ausnutzen. Auf diese Weise sichert die Regierung in Deutschland eine flächendeckende Versorgung aller Einwohner mit adäquaten Netzanbindungen.

Greifbare Fortschritte bei der Versorgung in ganz Deutschland

Die Breitbandanbieter sind durch verschiedene Maßnahmen dazu gezwungen, die Netze auszubauen und damit den Standard überall in der Bundesrepublik zu verbessern. Je nach Region baut entweder Telekom, 02 oder auch Vodafone sein Netz mit Breitbandverbindungen aus. Der Anbieter E-Plus arbeitet nicht mit 800 MHz Frequenzen. In manchen Gebieten wird die Versorgung auch durch DSL oder Kabel garantiert. Mittlerweile sind 12 Bundesländer so weit versorgt, dass die Vorgaben von 2010 erfüllt sind. In Brandenburg muss noch nachgebessert werden. Dies ist aber zurzeit im Gange. Die Versorgung in Gro?städten wie Bremen, Hamburg und Berlin war nie kritisch, da hier wegen der hohen Einwohnerdichten die Anbieter schon von sich aus eine hohe Versorgung anstreben.