Schuldenfalle Handy: Wie kann man das umgehen?

Mittwoch, 17. Dezember 2014

In den vergangenen Jahren ist die Handynutzung günstiger geworden. Dennoch geraten zahlreiche Menschen in eine Schuldenfalle. Der Grund: falsche Tarife oder teure Zusatzoptionen. Doch das lässt sich leicht umgehen, wie der folgende Beitrag erläutert.

Besonders junge Leute und Studenten freuen sich heute über ein großes Datenvolumen. Foto: © nenetus - Fotolia.com

Vor allem junge Leute und Studenten geraten oft in die Schuldenfalle.

Kosten im Überblick mit einer All-Net-Flat

Die Schuldenfalle kann heutzutage ziemlich einfach umgangen werden, denn die Auswahl an All-Net Tarifen ist groß. Viele davon sind monatlich für deutlich unter 30 Euro erhältlich sind. Dadurch können die Kosten im Rahmen gehalten werden. Telefonieren, Simsen und Surfen ist dabei meistens schon im Pauschalpreis, der monatlichen Grundgebühr, enthalten. Dadurch bieten diese Verträge so gut wie alles, was ein Anwender benötigt, wodurch teure Zusatzoptionen nicht mehr erforderlich sind. Telefonate in das deutsche Festnetz sowie Gespräche in alle Handynetze sind inklusive. Wenn die Handyrechnung monatlich mehr als 20 Euro beträgt, sind die Flatrate-Angebote sinnvoll. Für Wenigtelefonierer, welche in erster Linie nur erreichbar sein möchten, ist es demzufolge keine Alternative. Hier ist eher eine Prepaid-Karte ratsam. Ein All-Net-Angebot lohnt sich für jeden, der oft und länger telefoniert und mit dem Handy oder Smartphone mobil im Internet surft.

Was sollte beachtet werden?

Der Preis ist natürlich ein wichtiges Kriterium. Für das Surfen mit dem Handy im Internet sollte auf Details geachtet werden: In welchem Netz ist die All-Net-Flat möglich? Hinsichtlich der Surf-Geschwindigkeit sollte das Augenmerk darauf liegen, ab welchem Datenvolumen diese gedrosselt wird. Das Absenken der Geschwindigkeit unterscheidet sich zwischen den Anbietern. Manch ein Anbieter erlaubt zum Beispiel nach 250 MB verbrauchtem Volumen nur noch ein langsames Surfen, während bei anderen Anbietern vielleicht erst nach 2 GB gedrosselt wird. Wer viel surft, sollte sich daher besser informieren, welche Provider die Internetgeschwindigkeit drosseln und welche nicht.

Passende Vertragslaufzeit

Ebenso ist es wichtig, sich vorab gut zu überlegen, wie lange man sich an seinen Anbieter binden möchte. In vielen All-Net-Flatrate-Tarifen beträgt die Vertragslaufzeit 24 Monate. Wer jedoch flexibler bleiben möchte, um bei günstigeren Angeboten schnell wechseln zu können, sollte einen Tarif mit einer monatlichen Kündigungsfrist wählen. Dank einer kurzen Laufzeit bleibt der Kunde flexibel und muss sich nicht wegen einer Handynutzung verschulden.

Schuldenfalle: Das Inklusiv-Smartphone

Ebenso eine gern genutzte Schuldenfalle ist das verlockende Angebot: Vertrag inklusive Smartphone. Mal ganz abgesehen davon, dass diese Angebote in der Regel mit einer langen Laufzeit kombiniert sind, kommt der Kunde unterm Strich in vielen Fällen teurer weg. Die Angebote werden oftmals mit 0 Euro beworben. Letzten Endes jedoch zahlt der Kunde über das monatliche Entgelt, das sich aus dem Vertrag ergibt, in fast allen Fällen viel mehr, als wenn das Smartphone direkt erworben wird. Auch berücksichtigt werden sollte, dass nicht grundsätzlich das aktuelle Top-Smartphone nötig ist, denn es sind viele günstige Modelle erhältlich, die alle Anforderungen gerecht werden.